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Namibia- Reisebericht

(13.05. - 05.06.2006)

14.05.2006

 

Windhoek Christuskirche
Windhoek Christuskirche

Beim Geldwechsel am Flughafen merkt man schnell, dass die Uhren in Afrika etwas anders ticken. Eine Stunde brauche ich, bis das Geld gewechselt ist, denn hier und da muss noch etwas in ein Formular eingetragen werden und der Computer scheint auch nicht viel schneller zu sein, als sein Bediener.
Nachdem wir die Pension beim Autovermieter bezogen haben, fahren wir per Taxi in die Innenstadt, um uns Windhoek anzusehen.
Die Stadt scheint ausgestorben zu sein, denn es ist so gut wie nichts los hier. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Sonntag ist. Die Sehenswürdigkeiten sind schnell abgelaufen und auch ein paar Supermärkte haben geöffnet und so können wir die ersten Essensvorräte für unsere Fahrt anlegen.
Ziemlich erschlagen vom anstrengenden Flug und der Stadtbesichtigung gehen wir früh zu Bett.

ÜN Windhoek

15.05.2006

Köcherbaumwald

Köcherbaumwald
Köcherbaumwald

Nach dem Frühstück werden wir zu unserem Autovermieter gebracht. Dort werden wir umfassend in unser Heim der nächsten 3 Wochen eingewiesen. Ein Off-Road-Fahrzeug mit Dachzelt und Campingausrüstung. Das Zelt baut sich schnell durch einfaches Umklappen auf und die Ausstattung des Fahrzeugs lässt kaum Wünsche offen. Lediglich an die großen Ausmaße im Zusammenhang mit Linksverkehr müssen wir uns kurz gewöhnen.

Da wir noch mal kurz in die City fahren müssen, erleben wir die Stadt heute so, wie sie belebt aussieht und gegen Mittag starten wir unsere Tour in Richtung Süden.

Nach ein paar Kilometern kreuzen die ersten Paviane, die sich am Wegesrand tummeln, unseren Weg.

Wir kommen durch bis Keetmannshoop und haben Glück, den Köcherbaumwald noch in der Abendsonne erleben zu können. Hier in Namibia beginnt die Dämmerung im Winter schon zwischen 17:00 Uhr und 17:30 Uhr und wir beschließen, ab morgen unseren Tagesrhythmus darauf anzupassen und entsprechend früh aufzustehen.
Zum Übernachten bleiben wir gleich auf dem Campingplatz am Köcherbaumwald und bekommen dort abends zum Dinner Fleisch vom Kudu zu essen. Das Essen ist sehr gut und nachts kühlt es ordentlich ab, so dass man gut in den Schlaf findet.
ÜN Quivertree Forest
16.05.2006
Fishriver Canyon

 

Hochhaus
Hochhaus

 

 

Fishriver-Canyon
Fishriver-Canyon

 

02-Grille
Riesengrille

Schon früh um 5:45 Uhr beginnen wir den Tag, da wir den Sonnenaufgang am Köcherbaumwald nicht verpassen möchten. Nach dem Frühstück fahren wir zum Giant’s Playground und sehen uns die imposanten Steinformationen an. Die Sonne sticht morgens um 9:00 Uhr schon ganz ordentlich, aber die Wanderung zwischen den Steinen ist toll.
Auf der Weiterfahrt begegnen uns noch einmal Geparden unseres Campgrounds in ihrem Gehege.
Danach fahren wir nach Keetmannshoop um zu tanken und im Supermarkt ein paar Essensvorräten einzukaufen. Die Weiterfahrt führt uns ab Seeheim auf eine Schotterpiste, die laut eines Verkehrsschildes gesperrt sein soll. Nach der Befragung der Bediensteten eines nahe gelegenen Hotels ignorieren wir das Schild, denn diese meint, die Strecke sei befahrbar. So starten wir Richtung Fishriver Canyon und die Straße ist in der Tat in einem guten Zustand. Nur ein kleiner Fluss muss durchquert werden, aber da werden wir später noch Schlimmeres erleben.


Der Fishriver Canyon, zweitgrößter Canyon der Welt, beeindruckt sehr und wir machen eine kleine Wanderung am Rand der 550m tiefen Schlucht.

Nach ca. 2 Stunden treten wir die Rückfahrt an und kommen an diesem Tag noch bis Bethanien, einem kleinen Ort, der in Richtung Lüderitz liegt. Hier steht das älteste Steinhaus Namibias.

Auf der Fahrt dorthin erleben wir einen fantastischen Sonnenuntergang und es wird danach Zeit, ein Hotel zu finden, da es um 18:00 Uhr bereits dunkel ist. Wir ziehen aufgrund der Fahrerei heute ein Zimmer unserem Zelt vor und gehen früh zu Bett. Die Beleuchtung des Wagens ist so schlecht, dass die Straßen kaum ausgeleuchtet werden und wir sind froh, dass Namibias Straßen so gerade verlaufen.
Unser Hotel ist eher durchschnittlich, aber es muss früher ein tolles Anwesen gewesen sein.

ÜN Bethanien


 


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